Umlage U1 Erstattung

U1 Erstattung

Entgeltfortzahlung bei Krankheit — Umlage U1 Erstattung

Für Sie als Unter­neh­mer sind Ange­stell­te wich­tig, auf die Sie sich ver­las­sen kön­nen. Den­noch han­delt es sich dabei um Men­schen, die lei­der auch krank wer­den kön­nen. Gera­de, wenn wäh­rend lau­fen­der Pro­jek­te ist das sehr ärger­lich, aber ändern lässt es sich nicht. Damit sowohl Arbeit­ge­ber als auch Arbeit­neh­mer vor den anste­hen­den Ver­lus­ten geschützt sind, gibt es die soge­nann­te „U1 Erstat­tung“, der Ent­gelt­fort­zah­lung bei Krank­heit. Sie greift in die­ser Form bei Unter­neh­men, die laut Fest­stel­lungs-Tabel­le nicht mehr als 30 Ange­stell­te haben.

Wozu U1 Erstattung dient

Bei der Ent­gelt­fort­zah­lungs­ver­si­che­rung han­delt es sich um eine Absi­che­rung, die nach dem Auf­wen­dungs­aus­gleichs­ge­setz han­delt. Das bedeu­tet, dass arbeits­recht­li­che Ver­pflich­tun­gen aus­ge­gli­chen wer­den, die Voll­zeit-Ange­stell­te betref­fen. Dazu zäh­len auch Teil­zeit­kräf­te, Fach­kräf­te und ähn­li­che, die dann anhand ihrer Stun­den zusam­men zu einer Voll­zeit­kraft gerech­net wer­den. Bei­spiel: Eine Teil­zeit­kraft arbei­tet bis zu 10 Stun­den in der Arbeit, so wird sie als 0,25 Arbeits­kräf­te ange­rech­net. Bei einem Ange­stell­ten bis 20 Stun­den, ist die­ser schon eine hal­be und bei 30 Stun­den zählt die­se als 0,75 Arbeit­neh­mer.

Im Übri­gen gilt sie als eine der wich­tigs­ten sozia­len Leis­tun­gen, die Sie laut Gesetz erbrin­gen müs­sen. Dazu ist der Geset­zes­tex­te § 3 Abs. 1 EFZG: „Wird ein Arbeit­neh­mer durch Arbeits­un­fä­hig­keit infol­ge Krank­heit an sei­ner Arbeits­leis­tung ver­hin­dert, ohne dass ihn ein Ver­schul­den trifft, so hat er Anspruch auf Ent­gelt­fort­zah­lung im Krank­heits­fall durch den Arbeit­ge­ber für die Zeit der Arbeits­un­fä­hig­keit bis zur Dau­er von sechs Wochen. .…“ ent­wor­fen wor­den.

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ab wann?

In der Regel ist eine AU für die U1 Erstat­tung nicht not­wen­dig. Den­noch müs­sen vom Ange­stell­ten und auch von dem Arbeit­ge­ber wahr­heits­ge­mä­ße Anga­ben gemacht wer­den. Die Kran­ken­kas­se kann sich die Anga­ben näm­lich jeder­zeit bestä­ti­gen las­sen, wes­we­gen sich kein ande­rer Weg lohnt. Gera­de klei­ne Unter­neh­men soll­ten also durch aus auf eine AU ab dem ers­ten Arbeits­tag bestehen, denn so sind alle Par­tei­en abge­si­chert. Den­noch muss auf jeden Fall Ihnen als Arbeit­ge­ber die Krank­heit unver­züg­lich nach Bekannt­wer­den mit­ge­teilt wer­den.

Anspruch auf Fortzahlung des Entgelts

Grund­sätz­lich gilt die­se Rege­lung erst, wenn der Arbeit vier Wochen am Stück nach­ge­gan­gen wer­den konn­te. Wenn der Tarif­ver­trag oder eine Betriebs­ver­ein­ba­rung es aber anders ver­ein­ba­ren, so kann die­se War­te­zeit auch ver­kürzt wer­den. Soll­te der Arbeit­neh­mer vor­her krank wer­den, wird Kran­ken­geld von der Kran­ken­kas­se so lan­ge gezahlt, bis die War­te­zeit vor­über ist. Zuschlä­ge für Sonn­tags-, Fei­er­tags- und Nacht­ar­beit, sofern die­se bei dem Fort­zah­lungs­an­spruch berück­sich­tigt wur­den, sind nicht steu­er­frei. Steu­er­frei­heit genie­ßen nur die tat­säch­lich geleis­te­ten Stun­den.

Mitarbeiter vor Krankheit bewahren

Am bes­ten arbei­tet ein Unter­neh­men, wenn alle am Ball und voll da sind. Dass dies nicht immer der Fall ist, ist Ihnen mit Sicher­heit klar. Sie kön­nen als Arbeit­neh­mer aller­dings eine Men­ge tun, um die Gesund­heit ihrer Mit­ar­bei­ter zu erhal­ten und zusätz­lich die Moti­va­ti­on zu stei­gern. Die Rede ist von soge­nann­ten Bene­fits, die Ihr Team ger­ne anneh­men wird.

So kön­nen Sie bei­spiels­wei­se für beson­ders enga­gier­te Mit­ar­bei­ter Well­ness- oder Gesund­heits­son­der­leis­tun­gen gewäh­ren. Ein Gut­schein für eine Mas­sa­ge oder etwas Ähn­li­ches zeigt, dass Sie sich um Ihre Mit­ar­bei­ter Gedan­ken machen und nur das Bes­te wol­len. Auch gibt es die Mög­lich­keit, dass Sie spe­zi­el­le Kon­di­tio­nen in Hin­sicht von Ver­si­che­run­gen und Finan­zen gewäh­ren, an die eini­ge Ihrer Ange­stell­ten mit Sicher­heit nicht gedacht hät­ten oder es sich aus finan­zi­el­len Grün­den bis­her nicht leis­ten konn­ten. Ein wei­te­res gutes Argu­ment für sol­che Bene­fits ist, dass Sie Ihr Team an sich bin­den, denn einem guten Arbeit­ge­ber bleibt man ger­ne treu. Vor allem aber kön­nen Gesund­heits­leis­tun­gen dafür sor­gen, dass Ihre Mit­ar­bei­ter weni­ger krank sind, sich all­ge­mein bes­ser füh­len und so mehr leis­ten kön­nen. Mit nur wenig Ein­satz kön­nen Sie Ihr Unter­neh­men also vor­an­trei­ben und allen ein gutes Gefühl ver­mit­teln.