Erstattung U1 so funktioniert es

Erstattung U1

Erstattung U1 – der Pflichtbeitrag für mehr Sicherheit

Als Unter­neh­mer haben Sie jeden Tag vie­le Auf­ga­ben zu erle­di­gen, die Ihre Mit­ar­bei­ter nicht unbe­dingt zu sehen bekom­men. Zu Ihren größ­ten Tätig­kei­ten gehört, das Team zusam­men­zu­hal­ten, damit der täg­li­che Ablauf erhal­ten bleibt und die Arbeits­ab­läu­fe so pro­duk­tiv wie mög­lich sind. Das bedeu­tet auch, dass Sie sich auf even­tu­el­le Krank­heits­fäl­le vor­be­rei­ten müs­sen, denn neben dem, dass die Pro­jek­te wei­ter­lau­fen und zum Abschluss gebracht wer­den müs­sen, ist Geld ein zen­tra­les The­ma. Die Löh­ne Ihres Teams sind gesi­chert, wenn sie erkran­ken – dank der Erstat­tung U1.

Was tun ohne die U1?

Ganz gleich, was Ihr Ange­stell­ter für ein Lei­den hat, Sie als Arbeit­ge­ber müs­sen ihm den­noch sechs Wochen lang wei­ter Geld zah­len. Dazu sind Sie in Deutsch­land ver­pflich­tet. Das aller­dings ist beson­ders bei Unter­neh­men, die sehr klein sind, ein gro­ßes Pro­blem, denn immer­hin macht sich die Arbeit nicht von allei­ne. Der bes­te Fall ist, dass der Rest der Beleg­schaft die Auf­ga­ben über­neh­men kann, der schlimms­te, dass Sie Pro­jek­te nicht zum Abschluss brin­gen kön­nen und die­sen sogar noch ver­lie­ren. Das bedeu­tet auch einen Image­scha­den. Zum Glück muss das alles nicht pas­sie­ren, denn dafür gibt es die Erstat­tung U1. Die­se springt in sol­chen Fäl­len ein und kann Sie vor einem gro­ßen finan­zi­el­len Risi­ko bewah­ren.

Was steckt hinter dem Umlageverfahren?

Wenn Sie unter 31 Mit­ar­bei­ter haben, dann greift hier die soge­nann­te „Aus­gleichs­kas­se“. Das gilt auch, wenn Sie meh­re­re Betrie­be besit­zen, dann wer­den die Kräf­te der ein­zel­nen Stel­len zusam­men­ge­rech­net. Das bedeu­tet im Klar­text, dass Sie, wenn ein Krank­heits­fall auf­tritt, die Auf­wen­dun­gen für die Fort­zah­lung des Ent­gel­des erstat­tet bekom­men. Dazu zählt auch der Arbeit­ge­ber­an­teil der Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge, aller­dings nur bis zu einem fest­ge­leg­ten Pro­zent­satz.

Wie funktioniert die U1?

Nicht umsonst wird die U1 nach dem Auf­wen­dungs­aus­gleichs­ge­setz auch Ent­gelt­fort­zah­lungs­ver­si­che­rung genannt: Es ist nicht so, dass Sie ein­fach an die­sem „Pro­gramm“ teil­neh­men und aus den Vol­len schöp­fen kön­nen, wenn Ihr Arbeit­neh­mer krank wird. Viel­mehr müs­sen Sie für jeden Ange­stell­ten einen monat­li­chen Bei­trag bezah­len, sofern es sich um eine Voll­zeit­kraft han­delt, die sich aber auch bei­spiels­wei­se aus zwei 20-Stun­den Kräf­ten oder aus vier 10-Stun­den-Kräf­ten zusam­men­set­zen kann. Wie hoch die­ser Bei­trag aus­fällt, wird nach dem jewei­li­gen Umla­ge­satz der Aus­gleichs­kas­se berech­net, wel­che sich wie­der­um nach der Kran­ken­kas­se des Arbeit­neh­mers rich­tet. So kön­nen die erstat­tungs­fä­hi­gen Beträ­ge vari­ie­ren, im Höchst­fall sind es 80 Pro­zent.

Welche Krankenkasse kümmert sich um Sie?

Grund­sätz­lich müs­sen Sie sich an die Kran­ken­kas­se wen­den, bei der Ihr kran­ker Mit­ar­bei­ter ver­si­chert ist. Anders ist es bei Kol­le­gen, die sich in einer pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung befin­den. In die­sem Fall mel­den Sie sich bei der, bei der Sie auch die Bei­trä­ge zur Ren­ten- und Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung für die­sen Mit­ar­bei­ter bezah­len. Han­delt es sich um einen Mini-Job­ber, so müs­sen Sie sich an die Mini-Job-Zen­tra­le bei der Knapp­schaft-Bahn-See wen­den. Selbst­ver­ständ­lich haben auch die die Ersatz- und Betriebs­kran­ken­kas­sen eine Aus­gleichs­kas­se, die Sie zum Jah­res­be­ginn kon­tak­tie­ren kön­nen.

Auf den ers­ten Blick mag das etwas ver­wir­rend für Sie sein, doch im Grun­de läuft alles immer nach dem­sel­ben Sche­ma ab, nur, dass sie Sich eben mit unter­schied­li­chen Kran­ken­ver­si­che­run­gen in Ver­bin­dung set­zen müs­sen, um die Erstat­tun­gen zu erhal­ten. Dafür, dass sowohl Sie als auch der Ange­stell­te abge­si­chert sind, ist das aller­dings nur ein klei­ner Preis, der zu zah­len ist. In der Regel arbei­tet ein Mensch ja auch mehr, als das er krank ist.

Wie Sie die Erstattung U1 erhalten

Kommt es zu einem krank­heits­be­ding­ten Aus­fall Ihres Arbeit­neh­mers, müs­sen Sie bei der zustän­di­gen Aus­gleichs­kas­se einen ent­spre­chen­den Antrag stel­len. Die­ser nennt sich „Erstat­tung der Lohn­fort­zah­lungs­kos­ten“. Wäh­rend damals alles noch etwas kom­pli­zier­ter war, müs­sen Sie heu­te nur einen maschi­nel­len Daten­aus­tausch für das Erstat­tungs­ver­fah­ren durch­füh­ren. Ein ande­rer, als mit einem zuge­las­se­nen Abrech­nungs­pro­gramm, wird nicht mehr akzep­tiert.